Feuerwehr Geislingen

Im Zuge der Umrüstung des Fahrzeugfunks im Zollernalbkreis hat die Feuerwehr Geislingen alle analogen 4m Funkgeräte gegen Digitalfunkgeräte ausgetauscht.

Da der Analogfunk den heutigen Anforderungen an Verfügbarkeit und Datenschutz nicht mehr entspricht, wurde im Kreis die komplette Umrüstung auf Digitalfunk beschlossen. Seit letzter Woche ist auch die Feuerwehr Geislingen mit den entsprechenden Funkgeräten ausgestattet. Die Fahrzeuge aller drei Abteilungen wurden in den vergangenen Wochen von einer Fachfirma umgerüstet. Im Gerätehaus Geislingen wurden außerdem zwei stationäre Geräte im Funkraum verbaut. Eins dieser Geräte bietet zudem eine Umschaltmöglichkeit, sodass den Einsatzkräften bei Bedarf auch noch der analoge 4m Kanal zur Verfügung steht. Das ist vor allem in der Übergangsphase wichtig. Des Weiteren wurde ein tragbares Digitalfunkgerät beschafft, um dem Kommandanten die Möglichkeit zu geben, unabhängig vom Fahrzeug informiert zu bleiben.

Der Digitalfunk wird nicht mehr über das analoge Funknetz im Kreis abgewickelt, sondern über den internationalen TETRA-Standard. Das deutsche BOS Funknetz ist das weltweit größte Funknetzwerk, welches auf diesem Standard basiert. Um die Mannschaft entsprechend  zu schulen, wurden in der letzten Woche bereits einige Übungsdienste in Kleingruppen durchgeführt. Hierbei wurden speziell Punkte im Ortsgebiet angefahren, die vom Analogfunk schlecht, bis gar nicht abgedeckt waren. Das Fazit viel sehr positiv aus. Zur Freude der Einsatzkräfte war die Verfügbarkeit in keinem der ehemaligen Funklöcher gestört. Ebenso begeistert waren die Kameraden von der guten Sprachqualität. Knacken und rauschen im Funk gehören nun der Vergangenheit an. Ein weiterer wichtiger Vorteil des neuen Funksystems ist der Datenschutz. Im Laufe eines Einsatzes kommt es immer wieder vor, dass persönliche Daten oder sensible Informationen zum Einsatzgeschehen übermittelt werden. Der Digitalfunk ist im Gegensatz zum bisher genutzten Analogfunk nun verschlüsselt. Die Möglichkeit für dritte, sensible Informationen durch Abhören der Funkkanäle zu erhalten ist nun nicht mehr vorhanden. Weitere einsatztaktische Vorteile ergeben sich durch die neue Funktechnik ebenfalls. So können zum Beispiel bei größeren Lagen deutlich mehr Untergruppen genutzt werden, da die Kanäle nicht mehr an nur begrenzt verfügbare Frequenzen gebunden sind. Außerdem besteht die Möglichkeit, direkt mit einem speziellen Fahrzeug oder tragbaren Gerät zu kommunizieren, ohne den ganzen Funkkanal zu blockieren.

In den kommenden Wochen wird nun jeder Kamerad eine Einweisung in die neue Technik bekommen. Damit ist ein weiterer wichtiger Schritt der Modernisierung unserer Feuerwehr abgeschlossen.

Digitalfunk

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